Fernziele

Unser kleines Reisetagebuch - Tauchen, Fernziele

Da Tauchen unser größtes Hobby ist, verbringen wir unsere Urlaube am liebsten unter Wasser. Wir möchten hier ein paar persönliche Eindrücke und Informationen von ein paar tollen Tauchreisen wiedergeben.

Alle Aussagen sind rein subjektiv und erheben keinen Anspruch auf Absolutheit. Wir sind unabhängig und mit keiner hier genannten Basis, Firma oder Organisation wirtschaftlich verbunden und erhalte von niemandem Vergünstigungen.

  • Wenn wir hier etwas anpreisen, dann einzig und allein weil wir es gut finden!
  • Wenn wir einen Link setzen, dann weil unseren Erachtens dort was interessantes steht!
  • Wenn wir Kritik äußeren, dann um zu sagen was uns persönlich nicht gefällt - und jeder muss dann selbst entscheiden ob ihm dieser Punkt wichtig ist oder nicht!

Wenn man Freunde und Bekannte um Informationen zu Reisezielen und Tauchgebiete bittet, muss man immer berücksichtigen, was diejenigen selbst für Vorlieben oder Einstellungen haben. Der komfortverwöhnte Makrofotograf wird mit dem "ultimativen Tipp" eines Kampftaucher/Steilwandfreaks wahrscheinlich nur begrenzt (bei ca. 8 Meter) was anfangen können, und wenn Brett Gilliam in der Unterwasser eine Basis positiv mit 2,5 bewertet hilft uns das mehr als wenn Pinoccio und Cinderalla Newdiver das "Balla-balla-fushi Ressort" mit 1.0 in höchsten Tönen loben.

Damit die Liste mit den Reisezielen nicht zu lang wird, haben wir unsere Heimatgewässer, alle Kurztrips und die meisten Süßwassertauchgebiete separat hier unter Nahziele sowie unsere Höhlentaucherlebnisse hier unter Höhlentauchen . Es gibt auch ein paar Reiseberichte (ganz ohne Tauchen) hier unter Landziele .

Hier im Logbuch findet ihr eine Liste aller unserer bisher besuchten Tauchziele.

Präferenzen

Damit Ihr jetzt unsere Empfehlungen einschätzen könnt, kurz zu unseren Tauch- und Reisevorlieben:

  • Eigeninitiative Ja, aber nicht übertrieben. Wir suchen uns schon mal die Taucherhotels aus dem Internet und buchen direkt (spart nichts, aber beim Ressort bleibt etwas mehr hängen), wenn wir aber 3 Anschlussflüge brauchen, darf das auch eine vernünftige Travel-Agency organisieren.
  • Komfort Ja, aber nicht übertrieben. Also 3-Stern mit Ventilator statt 5-Stern und Aircondition oder 0-Stern und Schlafsack auf dem Boden.
  • Gib mir die Kante, aber Oberfläche und Sicherheit nicht ganz aus den Augen verlieren. Am liebsten an der Steilwand runter und entlang, vorbei an riesigen Gorgonien und Fächern. Draußen patrouillieren die großen Jungs und unter mir nur unendliches Blau. Das Makro kann zu Hause bleiben. Da dieses Ideal leider sehr selten und/oder teuer ist, heißt das halt dann besser die Galerie als Shaab El Erg.

Betreutes Tauchen

Nach unserer Einschätzung gibt es folgende zwei Hauptgruppen bei den Tauchern:

  • die "Kucker" wollen schöne, bunte, Sonnen durchflutete Riffe mit vielen farbenprächtigen Fischen und üppigem Korallenbewuchs, am liebsten Seepferdchen, Schildkröten und Delphine. Haie nur wenn sie nicht zu groß sind...
  • die "Flieger" wollen das Gefühl der Schwerelosigkeit, das Schweben, das Gleiten, das Stürzen, die Wand, die Tiefe, die Ruhe, die Dunkelheit, das grenzenlose Blau (ersatzweise grau oder schwarz) ...

Wir gehören eindeutig zur zweiten Gruppe und sind daher auf betreutes Tauchen (neudeutsch "ge-guided") nicht besonders scharf. Gerne nehmen wir einen kompetenten Ratschlag eines ortskundigen Tauchführers an und hören auch bei Briefings i.d.R. aufmerksam zu, und natürlich kann ein Führer dem Kucker das "hippocampus denise" (zu deutsch Seepferdchen) zeigen, aber einem Flieger bringt das aber nicht so viel (vgl. oben).

Also bevorzugen wir eigenverantwortliches und freies Tauchen. Zur Eintaxierung der Freiheitsgrade und Selbstverantwortlichkeit die uns auf Tauchbasen oder von Tauchguides gelassen wird haben wir den Begriff des "Nannyfaktors" (NF, siehe Tabelle unten) geboren.

Auf dieser persönlichen, von 0 - 100% reichenden Skala haben wir folgende groben Abstufungen erlebt:

  • "Nannyfaktor = 0%" - völlig eigenverantwortliches Tauchen
    Nirgends ein nerviger Besserwisser oder erhobener Zeigefinger. Wir wollen wieder heil und gesund zurück kommen und wissen was dazu zu tun ist - das reicht! (siehe Scapa Flow, Truk Lagoon, Sudan , Kroatien, Dahab früher und natürlich im unserem süßen Zuhause)
  • "Nannyfaktor = 10%" - weitestgehend eigenverantwortliches Tauchen
    Der Guide, öfter auch weiblich, hat genug Können, Erfahrung und Selbstbewusstsein um nicht den großen Maxe mimen zu müssen, schaut sich seine TaucherInnen an, gibt (sofern unvermeidlich) limits vor und akzeptiert wenn sie mal in vertretbarem Maßen und Situationen überschritten werden, siehe Kas Türkei, kleine Marinepark Ägypten, Elba, Dahab Sea & C, Kroatien , Dahab mit richtigem Guide
  • "Nannyfaktor = 10 - 30%" - behördliche oder gesetzliche Auflagen, wie Frankreich und Bodensee Teufelstisch oder wenig flexible Vorschriften und Limits
  • "Nannyfaktor = 45%" - strenges Rudeltauchen, immer im Gleichschritt, siehe Layang-Layang Malaysia - wenigstens Limit 40m, als ganz besondere Ausnahme sind am Platz "Runway" 42m erlaubt, weil dort die Geisterpfeifenfische auf dem Plateau liegen
  • "Nannyfaktor = 50 - 75%" - Engstirnig ausgelegte, übertriebene Vorschriften, PAID-Kultur
  • ...
  • "Nannyfaktor = 100%" - ist zum Glück nicht mir selbst passiert, sondern nur von Freunden überliefert:
    Eilat 1.TG 20m - Anschiss wegen "zu tief", 2.TG "zur Strafe" 7m - Kosten 100 $

Um die Gefahren beim Tauchen nicht ganz zu verschweigen, hier ein paar reale Erlebnisse.


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